Hallo anbuva,
- Bin aber mal neugierig - Gab es denn Probleme mit dem DCC oder war Deine Frage nur rein prophylaktisch?
beides! Die Frage hatte ich gestellt, um in der Sache sicher zu zu gehen, bei der ich eigentlich bereits davon überzeugt war, dass es sich genau so verhält, wie auch Du es einschätzt: Sofern die Firewall eine Ausnahme für nötig hält, wird sie sich automatisch melden und die entsprechende Ausnahme vorschlagen. Auch ich bin kein Freund davon, "rein prophyaktisch" - aber letztlich ohne Grund - vorab unnötige Änderungen vorzunehmen.
Aber es hat andererseits gestern tatsächlich auch Probleme gegeben. (Ich konnte nicht genau feststellen, woran es lag; aber) Spamihilator schien sich gestern ewig an zwei (gar nicht mal so großen) Mails "verschluckt" zu haben.
Bei insgesamt unter 1 MB Größe behaupete Spamihilator gestern ewig, damit beschäftigt zu sein, die Mails gerade runter zu laden, um das Ganze immer wieder nach 'ner Weile schließlich ganz abzubrechen.
Laut der zu der Zeit im gelben Spamihilator-Info-Popup angegebenen Geschwindigkeit und der Größe der Mails hätte der Download der Mails eigentlich nach ein paar Sekunden fertig sein müssen.
Im OE ist bei mir das maximal einstellbare Zeitlimit von 5 min konfiguriert und in Spamihilator habe ich gestern als Zeitlimit sogar 15 min eingestellt. Es kam auch
diesmal keine Nachfrage, dass der Server in der Zeitspanne bis zum Zeitlimit nicht reagiert habe und ob ich das Ganze wiederholen will, wie ich es eigentlich in solchen Fällen gewohnt bin.
Ich hatte gestern zumindest in einem Fall meiner Versuche, die beiden Mails zu empfangen, für 'ne ganze Weile im gelben Spamihilator-Popup die Status-Meldung "Initialisiere DCC-Filter" gesehen und das verunsicherte mich dann doch, da mir einfiel, dass ich alle Ausnahmen wieder entfernt hatte, die das Spamihilator-Setup beim Installieren von Spamihilator in der XP-Firewall gesetzt hatte.
Ich war bereits in der Versuchung, manuell die dccproc.exe (und ggf. sogar die cdcc.exe) als Ausnahme hinzuzufügen (bzw. Spamihilator temporär auszuschalten und die Mails ohne Spamschutz zu empfangen oder mich zumindest auf der Webseite meines Mailproviders bei meinem Mailaccount einzuloggen, um mir die Mails, die scheinbar Auslöser des Problems zu sein schienen, mal dort näher anzuschauen).
Deshalb habe ich gestern meine Nachfrage gestellt.
Letztlich hatte der Download der Mails nach dem x-ten Downloadversuch aber dann doch noch geklappt - übrigens ohne dass die XP-Firewall sich zu Wort gemeldet hat und trotz der Tasache, dass in der XP-Firewall keine Ausnahmen eingetragen sind.
Interessant ist, dass gestern eine der beiden Mails sogar vom DCC-Filter gefiltert worden ist, wie ich nach dem Empfang der Mails im Trainingsbereich sehen konnte. Der DCC-Filter schien also gestern scheinbar an der Angelegenheit "des Verschluckens" irgendwie beteiligt zu sein, aber er hat eindeutig letztlich doch noch seine Arbeit vollrichtet, ohne das eine Ausnahme in der XP-Firewall nötig gewesen wäre, noch dass sich die XP-Firewall überhaupt zu Wort gemeldet hatte.
Was Deinen Router angeht: Ich kenne eine Vielzahl von Modellen und bei keinen musste man bislang etwas für Spami einstellen (natürlich gibt es auch Ausnahmen); im Gegenteil, der Router sollte die Aufforderung automatisch beantworten und sperrt nur unberechtigte eingehende Anfragen. Auch hier: Bitte daher keine Ports ohne technischen Sachverstand und Hintergrundwissen einfach so freigeben; das könnte nur Deine Sicherheit löchrig machen.
Das Hintergrundwissen ist ja bei mir vorhanden (- zumindest ein Grundwissen). Auch hier bin ich wie Du kein Freund von "rein prophylaktisch" gesetzten Ausnahmen und in den wenigesten Fällen musste ich tatsächlich mal Ports im Router freischalten.
Das Freischalten von Ports ist aber nach meiner Erfahrung gerade bei p2p-Software dezentraler p2p-Netzwerke wie bei Frostwire und dem GNUtella-Netzwerk, WASTE oder oft auch bei VoIP-Software notwendig (- aber nicht bei Skype, wobei bei Skype es sich es sich laut deren FAQ angeblich negativ auf die Sprachqualität auswirken soll, wenn man keine Ports im Router freischaltet). Überall, wo mein PC als "Server" agiert, der auch dann erreichbar sein soll, wenn die Verbindung nicht von ihm initiiert worden ist, müssen i.d.R. im Router Ports freigeschaltet werden.
Das ist ja auch logisch, wenn man bedenkt, dass keine Verbindung bei einer p2p-Verbindung in einem dezentralen p2p-Netzwerk zu Stande kommen kann, wenn jeder Router der beiden Peers sämtlich Pakete von außen, die keine Antwortpakete sind, verwirft. In solchen Fällen muss meines Erachtens einer der beiden Peers bis zum Zustande-Kommen der Verbindung als Server agieren.
Bei zentralen p2p-Netzwerken (über Server-Client-Protokoll) wie bei eDonkey2000 und Napster ist das etwas anderes. Hier kommunizieren beide P2P-Clients mit dem zentralen Server und deren Router müssen nur Antwortpakete des Servers empfangen, da die Verbindung jeweils durch die p2p-Software zum Server aufgebaut worden ist.
Beim Sonderfall Skype vermittelt der zentrale Server lediglich eine direkte p2p-Verbindung beider Peers und hat nach dem Zustande-Kommen der direkten, dezentralen p2p-Verbindung beider Peers sein Arbeit getan. Auch hier werden die Router beider Peers "ausgetrickst", da beide Router die (vermeintlichen) Antwortpakete des anderen Peers zulassen.
Nun bin ich mir nicht 100%-ig sicher, dass das Netzwerk des
Distributed Checksum Clearinghouse's über ein Server-Client-Protokolll kommuniziert; ich würde nicht ausschließen wollen, dass dieses Netzwerk ebenfalls dezentral organisiert ist, wobei ich wie gesagt vermute, dass es sich hier um ein p2p-Netzwerk handelt, dass über ein Server-Client-Protokol abgewickelt wird, da es ja anscheinend möglich ist, im DCC-Filter die Server, mit denen er kommuniziert, einzustellen.
Aus dieser Unsicherheit heraus entstand meine Frage bzgl. des DCC-Filters und der ggf. im Router freizugebenen Ports.
Danke jedenfalls noch einmal für Deine Einschätzung!
Sind Dir denn Probleme des DCC-Filters bekannt oder warum hast Du mich nach Problemen mit dem DCC-Filter gefragt?